CODE:120 – Grundlagenwissen

Sie beginnen mit Grundlageninformationen:

A. Gene                                          Grundlagen Wissen
B. Immunsystem                         Grundlagen Wissen
C. Stoffwechsel                            Grundlagen Wissen
D. Zivilisationskrankheiten        Grundlagen Wissen

Sie fahren fort mit der praktischen Umsetzung für Ihre Gesundheit:

1. Kompaktanleitung                   Für Schnellentschlossene und Überzeugte
2. Ernährung                                 Ernährungsumstellung
3. Vitamine                                    Vitaminhaushalt anpassen
4. Bewegung                                  Empfehlungen ohne Stress
5. Umwelt                                       Prüfen der Umweltbedingungen
6. Psyche                                         Lebenseinstellung
7. Kontrolle                                    Erfolgsprüfung Gesundheitssystem

Was wollen wir für unsere Gesundheit erreichen ?

Facebook-113Jahre

Wir wollen unseren Körper darauf einstellen, dass wir ein hohes Alter erreichen bei bester Lebensqualität. Wir haben den Ehrgeiz, durch Vorsorge und Heilung ein Alter von 120 Jahren zu erreichen. Genetisch bedingt ist das möglich und manchmal kommt man in die Nähe dieser Zahl, siehe rechts. Diese 114 Jahre alte Dame hat eine hohe Lebenszeit erreicht und ist offensichtlich vital.

Es gibt einige Regionen auf der Welt, in denen fast alle dort lebenden Anwohner sehr viel älter werden als der Durchschnitt der Bevölkerung in unserer westlichen Welt. – Wie kommt das, was müssen wir wissen, was müssen wir tun? Für Med-Report wurden viele 1000 Seiten aus medizinischen Berichten und Büchern recherchiert, sinnvoll zusammengefasst, geordnet und in dem Gesundheitsdienst Code:120, den Sie gerade lesen, verständlich dargestellt. Wir zeigen Ihnen den Weg, indem wir Sie überzeugen:         

A. Gene

Unser Lebensstil und unsere Umweltbedingungen verändern die biologischen Konditionen unseres Körpers. Wissenschafler haben unterschiedliche Meinungen darüber, was uns Menschen am stärksten prägt: unsere in unseren Genen festgelegten biologischen Eigenschaften oder die Umweltbedingungen, denen wir uns aussetzen. Neue wissenschaftliche Untersuchungen stellen fest, dass sowohl das eine wie auch das andere zutrifft. Gene und Umwelt wirken stets im Zusammenspiel.

Epigenetik

Bisher ging man davon aus, dass genetisch bedingte Krankheiten entweder durch ererbte Konditionen oder durch Mutationen, also zufällige Veränderungen der Gene entstanden sind. In jüngster Zeit tritt immer mehr der Bereich der Epigenetik in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen. Was ist Epigenetik ?

Unserer Gene enthalten DNA-Bausteine, die den Inhalt unserer Gene repräsentieren. Zusätzlich gibt es individuell geprägte Informationen, die darüber liegen. Diese sog. epigenetischen Informationen können chemisch verändert werden (Methylierung), wodurch die Gene ein- und ausgeschaltet werden. Gesteuert wird dieses durch unsere Lebensbedingungen, durch unser eigenes Verhalten. Gesunde Ernährung, körperliche Aktivitäten, das soziale Umfeld und viele weitere Faktoren bewirken, dass die ererbten Eigenschaften sich durchsetzen oder abgeschaltet werden.

Untersuchungen an Ratten haben ergeben, dass diese neuen Eigenschaften sogar vererbt werden. Eine für Philosophen besonders erfreuliche Nachricht: wir Menschen sind nicht zwangsgeprägt. Wir haben es in einem gewissen Umfang selbst in der Hand, was aus uns wird. Bezogen auf die Gesundheit ist es das, was der ABEG Med-Report anbietet – selbstbestimmt seine Vitalität steuern und dieses an die Kinder weitergeben. – Eine wunderschöne Aussicht !

Bei der Methylierung wird das Gen selbst nicht verändert. Dieses bedeutet, dass der Schalter sich chemisch auch zurücksetzen lassen müßte. – Für eine krankhafte Veränderungen ist dieses eine Möglichkeit der Heilung. Hieran wird geforscht.

Wir wissen, dass bei einer Krebserkrankung in der Regel nur Symptome behandelt werden. Man bekämpft den Tumor, der sich durch immer wieder neue Zellteilungen unkontrolliert vergrößert, weiß aber nicht, wodurch die Zellen zu diesen Zellteilungen getrieben werden. Hierbei spielen genetische Vorprägungen sicherlich je nach Krebsart eine mehr oder weniger bedeutende Rolle, können aber nicht der wirkliche Grund für das Ausbrechen einer Krebserkrankung sein.

Das wäre einfach zu unlogisch. Warum gab es in früheren Zeiten so gut wie keine Krebserkrankungen, warum gibt es in bestimmten Gegenden und bei bestimmten Menschengruppen keine Genprägungen, die Krebs auslösen? Die Gene können nicht der Grund sein. Diese sind seit Millionen von Jahren geprägt und sind nicht innerhalb von wenigen Jahrzehnten, in denen sich der Krebs in unserer Zivilisation ausgebreitet hat, veränderbar. Das dauert abertausende von Jahren – auch, wenn die aktuelle erfolglose Krebsforschung uns dieses weismachen will. Die Erfolglosigkeit läßt sich aus allen seriösen statistischen Erhebungen herauslesen.

Nein – der Grund muss woanders liegen, selbst wenn man meint festgestellt zu haben, dass Mutationen der Gene den Krebs ausgelöst haben sollten. Dann muss man sich allerdings die Frage stellen, wodurch die krankmachenden Mutationen ausgelöst wurden. Erst dann ist man dabei, nach einer Heilungsmöglichkeit  von Krebserkrankungen zu forschen.

Tatsache ist, dass sich Krebserkrankungen in der Statistik immer weiter nach vorn arbeiten und alle wissenschaftliche Prognosen in einer Ausweitung der Krebserkrankungen münden.

Krebs ist offensichtlich eine moderne Geißel der Menschheit, z.Zt. ohne Aussicht auf Heilung.

Es gibt die Ansicht, dass pathogene Mikroben aus der Blutbahn an einer geschädigten Stelle austreten, die Zellen des umliegenden Gewebes befallen und bei einer für den Fortbestand der Zelle zu ho- hen Anzahl die Zelle veranlassen, sich zu teilen. Danach hat sich die Aufnahmefähigkeit krankmachender Mikroben halbiert und die Zelle kann weiter überleben. Die millionenfachen Zellteilungen bilden dann jedoch den Tumor. Andere Forscher meinen, dass genetische Veränderungen der Zellen zum Tumor führen. Wenn es möglich wäre, durch Methylierung diese Gene zu verändern, stände ein MIttel zur Verfügung, Krebs zu bekämpfen. Es ist erwiesen, dass genetische Dispositionen zur Krebs-erkrankung beitragen können, sind aber oftmals nicht nachzuweisen und der Krebs bricht dennoch aus.

Durch Forschungen im Bereich der Epigenetik haben Wissenschaftler festgestellt, dass durch starkes Rauchen über 300 Gene durch Methylierung verändert worden sind. Je länger eine Mensch raucht, um so stärker werden die Gene durch Abschalten verändert. Bei Speiseröhrenkrebs waren laut einer Untersuchung japanischer Forscher 5 Gene eines DNA-Strangs durch Methylierung verändert. Es liegt nahe, dass durch Einstellen des Rauchens und Umlegen des Schalters bei den betroffenen Genen eine Heilung stattfinden könnte, ohne die Tumorzellen durch eine Chemotherapie oder Bestrahlung be- kämpfen zu müssen.

Die in der westlichen Welt am meisten vorkommende Art des Speiseröhrenkrebs entsteht durch einen sauren Rückfluss (Reflux) aus dem Magen in die Speiseröhre. Saurer Reflux kann insbesondere nach fetthaltigem oder scharfem Essen, Kaffee-, Alkohol- oder Nikotinkonsum auftreten. Bedeutet, dass ganz simpel durch gesundes Essen die Krankheit vermieden oder mindestens entscheidend beeinflußt werden kann.

Wir erkennen, dass es eine einfache Möglichkeit gibt, auf epigenetische Prägungen einzuwirken: die Veränderung des eigenen Lebensstils. Der Lebensstil steuert die Gene und entscheidet maßgeblich mit, welche seelischen und körperlichen Eigenschaften sich im Laufe des Lebens durchsetzen.

In der Evolution ist mit der Epigenetik ein Mechanismus erforscht worden, der es Zellen erlaubt, auf äußere Einflüsse schnell zu reagieren. Diesen Mechanismus kann sich der Mensch nutzbar machen:

Wer seinem Körper Gutes tut, verändert die Prägung der Gene zu seinen Gunsten.

B. Immunsystem

Krankheiten sind immer multikausal. Bevor schulmedizinisch kleinteilig bei mehreren Ärzten und Fachärzten Krankheitssymptome behandelt werden, ist es erforderlich und besser, vorsorgend seinen Körper auf höchste Gesundheit einzustellen, z. B. durch Verbesserung der Energieeffizients seines Immunsystems.

Unser Immunsystem bedient sich zur Abwehr gesundheitlicher Bedrohungen zweier unterschiedlicher Mechanismen: der angeborenen unspezifischen und der erworbenen spezifischen (adaptiven) Immunabwehr.

Angeborenen (unspezifische) Immunsystem
Das angeborenen (unspezifische) Immunsystem ist ererbt und damit für das Leben festgelegt mit dem Hoffnungsschimmer, der sich aus der Epigenetik (siehe oben) ergibt. Es kann sehr schnell reagieren, z. B. bei Entzündungen durch Zellreaktionen (Phagozytose). Versuchen Erreger von außen einzudringen, wehrt sich der Körper durch eingebaute Sperren in der Haut, im Mund, den Augen, dem Magen- und Darmtrakt usw..

Außerdem gibt es noch das Komplementsystem, welches die Oberflächen von Krankheitserregern bedecken kann, um sie dem Immunsystem als pathogen mitzuteilen. Proteine (Antigene) sind in Blut und Zellgewebe, um Bakterien, Pilze und Parasiten durch Fresszellen (Phagozyten) zu bekämpfen. Sie nehmen sie auf und verdauen sie (Phagocytose).    1-VideoBlau-70x19
Die Aufnahme rechts zeigt einen Phagozythen, der als Granulozyt (eine besondere Form der Lymphozyten (weiße Blutkörperchen)) bei einer mikroskopischen Vitalblutuntersuchung von Med-Report zu sehen ist. Das dazu gehörige Video zeigt sehr eindrucksvoll, wie sich die Fresszelle äußerst aktiv durch das Blutplasma bewegt, um die pathogenen Mikroben aufzunehmen.

Adaptives (spezifisches) Immunsystem
Dieses hat sich aus dem angeborenen System entwickelt und zeichnet sich durch eine große Anpassungsfähigkeit bezogen auf das Erkennen und Bekämpfen neuer Krankheitserreger aus. Die Immuni- tät wird hier durch die sog. T- und B-Lymphozyten gegeben. Nach einer erfolgten Erkrankung bleiben Gedächniszellen und Antikörper erhalten, die bei einem neuerlichen Ausbruch der Krankheit durch eine schnelle Reaktion das abermalige Ausbrechen verhindern oder den Verlauf stark einschränken.

Stärkung der Immunabwehr
Der Begriff „Stärkung“ wird häufig verwendet, ist aber undefiniert schwammig und muss deshalb im medizinischen Bereich als „Verbesserung“ des Immunsystems verstanden werden. Als Werbeaussage für Heilmittel oder Nahrungsergänzungsmittel ist der Begriff ungeeignet und sogar unzulässig. Ein gesundes und kräftiges Immunsystem kann Menschen dabei helfen, Krankheitserreger zu bekämpfen, Krankheitsausbrüche zu verhindern oder deren Symptome zu mildern und den Krankheitsverlauf zu verkürzen.

Unsere Ernährung ist der Schlüssel für ein gesundes Immunsystem. Fast alle für den täglichen Bedarf erforderlichen Vitamine und Mineralstoffe können über die Nahrung aufgenommen werden. Desweiteren kann das Sonnenlicht eine positve Wirkung ausüben, wenn bei einer Infektion bestimmte Abwehrzellen eine Vorstufe des Vitamin D erzeugen und durch das einfallende Sonnenlicht das Vitamin produziert wird. Das ist eine Besonderheit, da das für die Gesundheit äußerst wichtige Vitamin D vom menschlichen Körper normalerweise nicht selbst erzeugt werden kann.

Auch eine Impfung ist eine Methode zur Stärkung des Immunsystems. Die dabei entstehenden Gedächniszellen bilden einen lang anhaltenden Schutz durch Verbesserung der Immunkompetenz.

Wenn wir zudem in einer gesunden Umgebung mit frischer Luft wohnen, uns bewegen und in einem ausgeglichenen psychischen Umfeld leben, haben wir alles für den Energiebedarf unseres Immunsystems getan. Schaffen wir das nicht, ist unser Körper zu jeder Sekunde unseres Lebens in Gefahr, von Krankheitserregern befallen zu werden. Diese Gefahr droht so wohl von innen als auch von außen.

Grenzen der Immunabwehr
Wenn der Mensch geboren wird, muss das Immunsystem in den folgenden 3-4 Monaten im Körper auf gebaut werden. Bis dahin ist Schutz durch die Antikörper der Mutter gegeben. Die Qualität dieses Schutzes ist abhängig von der Güte des Immunsystems der Mutter. Hieraus lernen wir, dass für die zukünftige Gesundheit des neuen Menschen bereits im Mutterleib gesorgt werden muss. – Denken Sie an die 120 Jahre, die wir erreichen wollen.

Die Zellen des Immunsystems können durchaus auch fehlerhaft sein, sich krankhaft entwickeln und z.B. Krebs auslösen. Mit fortschreitendem Alter ist das Immunsystem nicht mehr so effizient, z. B. dadurch, dass der Stoffwechsel ab dem 40-zigsten Lebensjahr ca. 5 % seiner Wirksamkeit pro Jahrzehnt verliert. Das bedeutet, dass im Alter die durch durch unserer Nahrungsaufnahme gelieferte Energie immer weniger wird. Sie steht zum Erhalt unserer Körperfunktionen dann nicht mehr zur Verfügung.

Bei dem oben genannten Komplementsystem bekämpfen Proteine erfolgreich schädigende Mikroben, haben aber auch zellzerstörende Eigenschaften, die im Körper Schädigungen des Gewebes auslösen und zu Krankheiten führen können. Immundefekte können angeboren oder erworben sein. AIDS gehört zu den erworbenen und kann im Laufe der Zeit die Immunabwehr so sehr schwächen, dass immer mehr Krankheiten entstehen.

Es kann auch passieren, dass die Immunabwehr die eigenen gesunden Zellen als krankhaft bekämpft. Zu diesen sog. Autoimmunkrankheiten zählen eine bestimmte Form des Diabetes Typ I, Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis. Eine falsche Reaktion des Immunsystems auf fremde Eiweiße bewirkt das Ausbrechen von Allergien.

Medikamente oder eine nicht abgestimmte Medikation, der Gebrauch von Alkohol, Nikotin oder ande- rer Drogen, falsche Ernährung, Abgase, Stress, zu wenig Schlaf, Unterkühlung und eine Kombination all dieser Faktoren führen zu einer Beeinträchtigung der Immunabwehr.

Sonnenlich kann positiv (siehe oben) sein, die darin enthaltenen UVB-Strahlen beeinträchtigen jedoch die Bekämpfung von pathogenen Bakterien, Pilzen oder Viren so stark, dass Hauttumore entstehen können.

C. Stoffwechsel

Unter Stoffwechsel versteht man die Gesamtheit aller chemischen Prozesse im Organismus.

Aufnahme, Abgabe, Transport, Umwandlung
Ohne Stoffwechsel kein Leben. Es herrscht dabei ein Gleichgewicht zwischen Aufbau und Abbau. Der Aufbau geschieht unter Energieverbrauch der dem Körper zugeführten Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen.

Beim Um- und Abbau von Nahrungsstoffen wird dem Körper lebenswichtige Energie in Form von Ade- nosintriphosphat (ATP) zur Verfügung gestellt. Praktisch alle Vorgänge in Organismen erfordern ATP. Der Tagesumsatz beträgt beim Menschen teilweise weit über 80 Kilogramm.

Der Stoffwechsel des Organismus gewinnt seine Baustoffe und seine Energie aus der aufgenommenen Nahrung, die im Magen-/Darmtrakt, Leber, Galle usw. in ihre Bestandteile zerlegt wird. Wichtige Bestandteile sind Eiweiße (Proteine), Kohlenhydrate und Fette (Lipide), die über Blutbahnen und Lymphgefäße in das Innere des Organismus gelangen. Sie werden dort zum Aufbau körpereigener Strukturen oder Nährstoffdepots (anabol) oder zur Energiegewinnung durch Abbau (katabol) verwendet.

Die akute Energieversorgung geschieht über die im Blut gelöste Glukose (Traubenzucker). Diese wird in mehreren Teilschritten (Glykolyse) in der Zelle so umgewandelt, dass die Mytochondrien (das sind un- sere Kraftwerke in den Zellen) unter Zuführung von Sauerstoff (Oxydation) Enzyme bilden können, die in einen Energiegewinnungskreislauf eingeschleust werden. Letzlich wird nach Abschluss des Kreislaufes das energiereiche ATP gewonnen.

Im katabolen Stoffwechsel wird ebenfalls Energie gewonnen. Dies geschieht jedoch durch Abbau von Eiweißen, Kolenhydraten und Fetten über die vorherige Bildung von Glycerin und Fettsäure.

Wenn keine Energie benötigt wird, also der ATP-Speicher voll ist, werden Kohlenhydrate über die Glucosebildung direkt zum Fettspeicher umgeleitet. Genau das Gleiche passiert mit den Eiweißen. – Dann werden wir dick.

Der Stoffwechsel im Organismus hat immer einen Grundumsatz. – Auch wenn der Mensch sich in einem völligen Ruhezustand und nüchtern mit einer Hauttemperatur zwischen 28-30 Grad Celsius befindet, wird dennoch Energie verbraucht. Diese Leistung wird in Kilojoule oder (veraltet, jedoch gebräuchlich) in Kilokalorien (kcal) pro 24 Stunden angegeben.

Umrechnung: 1kJ=0,2388 kcal – 1kcal=4,18684 kJ.

Es gibt die Ansicht, dass pathogene Mikroben aus der Blutbahn an einer geschädigten Stelle austreten, die Zellen des umliegenden Gewebes befallen und bei einer für den Fortbestand der Zelle zu hohen Anzahl die Zelle veranlassen, sich zu teilen. Danach hat sich die Aufnahmefähigkeit krankmachender Mikroben halbiert und die Zelle kann weiter überleben. Die millionenfachen Zellteilungen bilden dann jedoch den Tumor. Andere Forscher meinen, dass genetische Veränderungen der Zellen zum Tumor führen. Wenn es möglich wäre, durch Methylierung diese Gene zu verändern, stände ein MIttel zur Verfügung, Krebs zu bekämpfen. Es ist erwiesen, dass genetische Dispositionen zur Krebserkrankung beitragen können, sind aber oftmals nicht nachzuweisen und der Krebs bricht dennoch aus.

D. Zivilisationskrankheiten

Völlig unverständlich ist die Tatsache, dass bestimmte Krankheiten seit Jahrzehnten zu-, anstatt abnehmen. Und das geschieht trotz bester medizinischer Versorgungsmöglichkeit, trotz nahezu unbegrenztem Nahrungsangebot und einem immer größerem technischen und finanziellen Aufwand.

Widerwillig, aber unabänderlich müssen wir erkennen, dass dieses offensichtlich etwas mit unserem Verhalten in unserer modernen Zivilisation, mit unserem Lebensstil zu tun haben muss. Aus diesen Gedanken heraus bildete sich für bestimmte Krankheiten der Begriff „Zivilisationskrankheiten“.

Offensichtlich weist unsere Zivilisation einige Risifaktoren auf, die nach Erkenntnis von Wissenschaftlern auf falscher Ernährung, Bewegegungsmangel, Umweltbelastungen und psychischer Überbeanspruchung beruhen.

Herz- Kreislauferkrankungen
Bestimmte Krebsarten: Magen- und Darmkrebs, Brustkrebs, Leber- u. Bauchspeicheldrüsenkrebs, Leukemie, usw.
Demenz, Alzheimer, Parkinson
Stoffwechselkrankheiten: Diabetes, Gicht, Fettsucht, Gallen- u. Niererkrankungen
Erkrankungen der Verdauungsorgane: Dünndarm- und Dickdarmerkrankungen, Verdauungs- und Fermentstörungen, Stuhlverstopfung, Leber-, Gallenblasen-, Bauchspeicheldrüsen
Gefäßerkrankungen: Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombosen
Rheumatische Erkrankungen: Arthrose, Arthritis, Wirbelsäulen und Bandscheibenschäden
Mangelnde Infektabwehr: Katarrhe und Entzündungen von Lunge, Nieren, Blasen
Autoimmunkrankheiten
Neurodermitis, Hautausschläg
Gebißverfall, Zahnkaries, Paradontose
Psychische Erkrankungen: Burnout-Syndrom, Depressionen

Eine klare Festlegung, welche Krankheiten zu den Zivilisationskrankheiten zählen, gibt es jedoch nicht. Aber die folgenden werden immer wieder aufgezählt: Wenn man sich die Anzahl der Menschen betrachtet, die unter einer oder mehreren dieser Krankheiten leiden, dann scheint es nur eine Minderheit zu sein, die gesund ist.

Gründe für das Entstehen
Prävention, Vermeidungsstrategien

Mit der Industrialisierung vor 200 Jahren und der Umstellung unserer Lebens- und Ernährungsgewohnheiten seit ca. 30 Jahren, muss der Körper mit Belastungen fertig werden, für die er genetisch nicht geschaffen wurde. Unser Körper erwartet immer noch eine Lebensweise der Jäger und Sammler, wie sie vor ca. 6-8000 Jahren üblich war. Die Evolutionszyklen seit dieser Zeit waren zu gering, um sich auf die Veränderungen genetisch einstellen zu können. Wir überstehen das alles eigentlich nur dadurch, dass die Medizin immer wieder Möglichkeiten findet, die Symptome der auftretenden Krankheiten zu bekämpfen. Ja, es können nur die Symptome sein; denn sonst würden die Krankheiten ja irgendwann zurück gehen. Übrigens würde man dann auch nicht mehr soviel Geld damit verdienen können. – Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Wer die Ursachen kennt, kann die Risiken im Rahmen seiner Möglichkeiten minimieren und dadurch Zivilisationskrankheiten vorbeugen. Da viele Erkrankungen ernährungsbedingt sind, sollte eine gesunde Ernährung an vorderster Front aller Bemühungen stehen.

Med-Report wird in diesem Beitrag nach Abschluss der theoretischen Erläuterungen eine schrittweise aufgebaute Anleitung zur Ernährungsumstellung anfügen. Jeder kann dann nach eigenem Ermessen und eigenen Möglichkeiten und Überzeugungen nach und nach seine Lebensweise umstellen.

Am Anfang steht die Empfehlung zum Verzicht auf Zucker. Da wir danach in der Regel schon süchtig sind, ist das nicht ganz leicht. Aber nur die ersten Tage nicht, wenn man sich an die Anleitung zum gesunden Leben im ABEG Med-Report hält. Auch dann, wenn man weiß, dass Zucker früher nur in geringen Mengen als Arzneimittel genommen wurde und wir ihn auch nicht brauchen. Die erforderliche Menge ist in unserer täglichen Nahrungsaufnahme bereits vorhanden. Wenn Sie danach bereits im 2. Schritt der Umstellung sind, und vorwiegend Gemüse, Salate, Obst und Nüsse zu sich nehmen, haben Sie keine Probleme mehr. Die Umstellung mag anfangs schwierig sein, aber seien Sie versichert, schon nach kurzer werden Sie süchtig nach diesem Essen und können garnicht mehr anders.

Viele Zivilisationskrankheiten sind nicht nur ernährungs- sondern auch stressbedingt. Die in Deutschland dritthäufigste Krankheitsursache ist psychischer Natur und Stress bedingt. Wer ständig meint oder gezwungen scheint, auf der Überholspur zu leben, überholt sehr schnell sich selbst und findet nur nach einem gesundheitlichen Crash zu der Erkenntnis, dass er etwas grundsätzlich falsch gemacht hat.