CODE:120 – Ernährung

Der Mensch ist, was er isst.

Wenn Sie die vorherigen Grundlagen-Kapitel über Gene, Immunsystem, Stoffwechsel und Zivilisationskrankheiten gelesen haben, ist Ihnen klar geworden, dass unsere Ernährung die zentrale Rolle für unsere Gesundheit spielt.

 
Um zu einer Entscheidung zu kommen, was für uns Menschen eine gesunde Ernährung ist, müssen wir zurückschauen und zwar weit zurück , nämlich 6-8000 Jahre in die Vergangenheit. Unser Körper hat sich über eine Spanne von ca. 3,5 Milliarden Jahren bis zu diesem Zeitpunkt zum Jäger und Sammler entwickelt und hat dieses in 25.000 Genen festgelegt. Dann jedoch wurden wir sesshaft und betrieben Landwirtschaft. Wir gaben das Jagen und das Laufen auf und aßen Getreide mit vielen Kohlenhydraten. Bis heute (eine vergleichsweise minimale Zeitspanne) hat sich unser Körper darauf nicht einstellen können. Außerdem hat sich unsere Ernährung in letzten 30 Jahren nochmals durch mangelhafte Nahrungsmittel und glutenhaltiges Getreide zum Schlechten verändert.  
Als unser berühmter Schneemensch Ötzi gefunden wurde, fand man in seinem Magen weich gegartes Fleisch und große Mengen Ballaststoffe von Pflanzen, Beeren und Nüssen. Er war also kein Vege- tarier. Das durfte er wegen seines körperlich anstrengenden Lebens als Jäger auch nicht sein, weil seine Mischung aus Nährstoffen den gesundesten Kompromiss zwischen fleisch- und pflanzenreicher Ernährung darstellt.  

Vorausetzungen für die Anwendung von CODE:120 (Empfehlung)

 
Sind Sie in ärztlicher Behandlung, sollten Sie die geplante Umstellung Ihrer Lebensweise und Er- nährung mit Ihrem Arzt oder Ärztin absprechen und um die Erstellung eines erweiterten Blutbildes bitten.  

Hierzu gehört die Überprüfung folgender Laborwerte:

Laborwerte01

 

1. Woche der Umstellung

 

A. Vitamine und Ergänzungsmittel

Sollten sich bei den obigen Werten signifikante Abweichungen bei Ihnen ergeben, müssen Sie in Abstimmung mit Ihrem Arzt durch Einnahme von Vitaminen und Nahrungsergänzungmitteln versuchen, die Werte nach und nach zu erreichen.

Bei Blutzucker und Insulinspiegel werden Sie nach ca. 4 Wochen gute Werte erreichen. Um die Homozysteinwerte einzustellen, kann mit täglich 50 mg Vitamin B6, 800 µg Folsäure und 500 µg Vitamin B12 nachgeholfen werden.

Ihr Vitamin-D-Speicher wird sicherlich geringe Werte anzeigen, besonders, wenn Sie mehr im nördlichen Europa mit wenig Sonneneinstrahlung wohnen. Vitamin D kann vom Körper nicht selbst erzeugt werden. Wir müssen es mit Hilfe der Sonne aktivieren. Als Ergänzung sollten Sie mit 5000 IE (IE=Internationale Einheiten für medizinische Präparate) pro Tag beginnen und 2 Monate nach Erreichen des obigen Wertes die Dosis auf 2000 IE reduzieren.

Grundsätzlich empfehlen wir, Nahrungsergänzungsmittel lebenslang einzunehmen, da die Qualität selbst unserer in BIO-Betrieben erzeugten Nahrungsmittel nicht eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralien gewährleistet. Ab einem Alter von 40 Jahren nimmt die Effektivität unseres Stoffwechselsystems jedes Jahrzehnt um ca. 5 % ab, so dass es für ältere Personen unerläßlich ist, die dadurch entstehenden Versorgungsdefizite mit Vitaminen und Nahrungsergänzungsmittel regelmäßig auszugleichen.

Hierbei muss man wissen, dass die Pharmaindustrie mit Hilfe der ihr angeschlossenen staatlichen Organisationen diese verteufeln mit dem Hinweis, dass es sich um keine zugelassenen Medikamente handelt.

Anmerkung von Med-Report: diese Mittel werden auch nie zugelassen werden, da die Pharmain-dustrie damit kein Geld verdienen kann. Die Wirkung ist aber zum Teil seit Jahrhunderten bekannt und im Gegensatz zu den zugelassenen und in der Regel patentierten Medikamenten sind Todesfälle unbekannt.

Alpha-Liponsäure 600 mg / Tag
EPA + DHA Omega3-Fettsäuren ca. 1000 mg / Tag
Kokosöl 1 Teelöffel pro Tag
Probiotika 3 x täglich eine Kapsel auf leeren Magen
Reservatrol 2 x täglich 100 mg
Kurkuma 2 x täglich 350 mg
Vitamin D 5000 IE täglich
 
B. Nahrungsmittel – Entsorgung

Was Sie nicht im Schrank haben, können Sie nicht essen. Excessive Süß- und Schnuckmäuler wissen das. Warum wir das sagen, hat allerdings einen ernsten Hintergrund: wenn Sie viel Kuchen und Brot essen, macht das darin enthaltene Gluten süchtig. Es dockt sich wie Kokain an gleicher Stelle im Gehirn an und schreit bereits 2 Stunden nach dem letzten Essen um Nachschub. Sie entfernen darum:

  • Weißbrot, Graubrot, Vollkornbrot, jegliche Art von Kuchen oder Plätzchen, Müsli
  • Zucker, Kartoffeln, Nudeln, Fertigpizza, Chips, Schmelzkäse,  Schimmelkäse,Müsliriegel
  • Limonaden, Sportgetränke, Eis, Obstkonserven, Sirup, Süßigkeiten, Marmelade, Honig
  • Margarine, Bratfett, alle Bratöle aus Soja, Mais, Sonnenblumen usw.
  • Tofu, Sojamilch, -käse, -würstchen und alle anderen industriell verarbeitete Sojaprodukte
  • Wenn Sie Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) haben, also überhaupt kein Gluten aufneh men dürfen, müssen Sie auch bei als „glutenfrei“ deklarierten Lebensmitteln vorsichtig sein und genau prüfen. Produkte mit der durchgestrichenen Ähre dürfen immer noch maximal 20 mg Gluten pro Kilogramm enthalten, gelten aber als ungefährlich.
 Jetzt fragen Sie sich sicher: Was bleibt übrig ? Glauben Sie uns – eine Unmenge von Alternativen, die bisher nicht in Ihrem Focus waren, von denen Sie aber begeistert sein werden !

C. Nahrungsmittel – Versorgung

Wenn Sie Lebensmittel kaufen und nur den Supermarkt um die Ecke haben, schauen Sie nach der Ecke, in der regionale BIO-Produkte angeboten werden. Dann haben Sie die Chance, Ihren Sonn- tagsausflug mal nach dort zu machen, um sich den Bauernhof anzusehen. Bei der Gelegenheit können Sie vielleicht auch direkt kaufen. Viele BIO-Bauern sind auch Direktvermarkter. Wenn Sie dort hin fahren, vergessen Sie nicht Ihre Lauf- oder Wanderschuhe, um die Fahrt gleich mit einem Spaziergang an frischer Luft zu verbinden. Wenn Sie so nicht einkaufen können, sind schockgefrostete Tief- kühlwaren die Alternative. Wir favorisieren dort Waren der Firma Frosta wegen des selbst auferlegten Reinheitsgebotes. Unbedenklich sind die im folgenden aufgeführten Nahrungsmittel:

Gemüse und Früchte
  • Grüner Salat, Feldsalat, Endivien, Mangold
  • Rotkohl, Weißkohl, Grünkohl, Blumenkohl, Cinakohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Sauerkraut
  • Gurken, Erbsen, Bohnen, Wurzeln, Papkrika, Avocado, Auberginen, Zuccini, Zwiebeln, Spinat,
  • Tomaten, Petersilie, Kresse, Lauch, Selerie, Knoblauch, Papkrika, Kürbis, Limetten,
  • Zitronen, Limetten, Pilze, Esskastanien, Artischocken, Fenchel, Ingwer, usw.
Eiweiß
  • Rinder- oder Kalbsfleisch, Geflügel, Wildfleisch, Fisch, Muscheln, Meeresfrüchte
  • Eier in jeder Form der Zubereitung
Verträgliche Fette
  • Natives Olivenöl, am besten extra vergine, Kokosöl, Sesamöl, Schmalz von Weidekühen,
  • Mandelmilch, Butter, Käse (kein Schimmelkäse), Nüsse (keine Erdnüsse),
  • Leinsamen, Sesam, Sonnenblumen- und Kürbiskerne,

 Gewürze und Kräuter

  • Frische Kräuter und Gewürze, abgepackt dürfen Weizen oder Soja nicht enthalten sein,
  • Soßen aus Senf, Meerrettich, Salza ohne Gluten, Weizen, Soja und Zucker sind in Ordnung,
  • Ketchup und Chutneysoßen sind nicht erlaubt.

In geringen Mengen sind erlaubt:

  • Süßes Obst: Ananas, Melonen, Papaya, Pflaumen, Mangos,
  • Süßmittel: Pflanzliches Stevia, Bitterschokolade ab 75 % Kakaoanteil
  • Alkohol: ein Glas Rotwein, nicht pro Tag und nicht vor oder zum Essen (regt den Appetit an),
  • Käse: Frischkäse, Quark, Joghurt, Kefir
  • Milch und Sahne
  • Erbsen, Bohnen, Linsen (keine Kichererbsen)

 Cholesterin

Um die obige Liste zu verstehen, müssen die neuesten Erkenntnisse über Cholesterin bekannt sein:  Ab dem 35. Lebensjahr kann jeder Versicherte in Deutschland alle 2 Jahre einen von den Kassen bezahlten Gesundheitscheck durchführen lassen. Dort wird außer der Anamnese (kurze körperliche Untersuchung) eine Untersuchung der Blutserumwerte (großes Blutbild) vorgenommen. Hierbei wird auch der Cholesterinspiegel im Blut ermittelt. Dabei wird meistens der Wert ohne Unterscheidung zwischen „schlechtem“ LDL- und „gutem“ HDL-Cholesterin ermittelt, was die Aussagekraft mindert. Da 80 % des gemessenen Cholesterins von der eigenen Leber erzeugt wird, kann ein Zusammenhang zwischen dem Cholesterin aus den gesättigten Fetten aus unserer Ernährung, den tierischen Fetten und den Werten des Blutbildes seriös nicht hergestellt und damit auch keine Aussage über das Risiko einer koronaren Herzkrankheit getroffen werden. Aufgrund eines zu hohen Cholesterinspiegels werden aber zum Nutzen unserer Pharmaindustrie Millionen Euro an Einnahmen aus Cholesterinblockern generiert.

Seit 1994 ist nach einer 4-jährigen Studie der Universität Yale mit ca. 1000 Teilnehmern belegt, dass die Probanten mit hohem Cholesterienwerten genau so wenig an Herzerkrankungen starben, wie diejenigen mit hohen Werten

Ein an der Studie teilgenommenen Arzt, Dr. Georg Mann sagte dazu: „Die Hypothese, dass hoher Fett- oder Cholesterinverzehr Herzerkrankungen bewirkt, wurde schon mehrfach widerlegt, doch aufgrund eines komplizierten Zusammenspiel aus Stolz, Profitdenken und Vorurteilen wird sie von Wissen-schaftlern, Unterhaltungsindustrie, Lebensmittelkonzernen und sogar Regierungseinrichtungen weiterhin genutzt. Die Öffentlichkeit wird mit einer der größten gesundheitlichen Fehlinformationen des Jahrhunderts getäuscht.

Auch bezogen auf die unsere positive Aussage zum Verzehr von Eiern ist zu sagen, dass der Cho- lesterinwert im Blut bei hohem oder niedrigem Eierverzehr praktisch keine Veränderung zeigt. Die körpereigene Cholesterinerzeugung sinkt sogar bei der Einnahme von cholesterinreicher Nahrung. Mehrere Studien aus England und den USA bestätigen das oben gesagte. Eier und insbesondere das Eigelb gehören demnach zu den gesündesten Nahrungsmitteln der Welt. Sie enthalten alle für den Menschen erforderlichen essentiellen Aminosäuren, desweiteren Mineralien, Vitamine, Antioxydantien und eine große Menge Cholin, welches die Hirnfunktionen fördert. Sie sind mit ca. 70 Kalorien pro Stück außerdem sehr kalorienarm.

D. Beginn der Ernährungsumstellung

Wenn Sie morgens aufgestanden und in Ihre vor dem Bett stehenden Laufschuhe gefallen sind oder anderweitig wie bereits oben beschrieben, Ihr Bewegungstraining durchgeführt haben, setzen Sie sich vielleicht wie immer an den Frühstückstisch, um im Kreis der Familie das so geliebte morgentliche Früstück zu zelebrieren.  Unser Plan sieht dafür folgendes Essen vor:

Das Frühstück – erste Wahl Obst / Salat

Am Tag vorher haben Sie sich Salat besorgt und in den Kühlschrank, wenn Sie haben, in das Gemüsefach gelegt. Das könnte sein:

  • Grüner Salat  Salat 01
  • Eisbergsalat
  • Chinasalat
  • Chicoresalat
  • Feldsalat
  • Rucola

Sie zerkleinern den Salat durch Schneiden oder Zerpflücken, mischen Tomaten, gelbe Paprika (oder rote und grüne), Champinions, Zwiebeln, Gurken, Radieschen, Orangen- und /oder Apfelstücke, Nüsse (keine Erdnüsse, das sind auch keine), und würzen den Salat nach belieben. Auch von den aufgezählten Zutaten nehmen Sie das, was gerade im Haus ist. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Gekochte Eier (möglichst vom regionalen Bauerhof), haben Sie auf Vorrat liegen. Davon geben Sie die gewünschte Anzahl aufgeschnitten hinzu – fertig ist ein gesundes Frühstück.

Zum Trinken nehmen Sie ca. 75 ml natürlichen Aroniasaft; wenn nicht vorhanden, einen selbst gepreßten Obstsaft oder einen Tee, am besten Früchtetee.smoothies

Wenn Sie in der Anfangsphase morgens Kohlenhydrate benötigen, süßen Sie den Saft mit Stevia. Die Menge, die Sie in der Regel benötigen, hat nur ca. 2-5 Kilokalorien (kcal). Sie werden selbst die richtige Menge heraus finden, da zuviel Stevia nicht gut schmeckt.

Wenn Ihnen dieses Frühstück nicht gehaltvoll genug ist, können Sie bei den Eiern anstatt gekochte Eier auch Spiegeleier mit etwas kleingeschnittenem Schwarzwälder Schinken und Zwiebeln verwenden. Das ist dann eine deftiges Frühstück, welches Sie ebenfalls als Mittagessen planen können.

Wenn Sie diesen Tagesbeginn 2-4 Tage durchhalten und sich auch den Rest des Tages nach dem Plan von VITA120 ernähren, werden Sie merken, dass Ihr Bedürfnis nach grüner Kost immer größer wird. Insbesonder empfehlen wir Ihnen, jeden Morgen nach dem Aufstehen auf die Waage zu steigen, um Ihr Gewicht zu überprüfen. Wenn Sie auch nur ein wenig Hüft- und Bauchspeck haben oder auch nicht sichtbares Körperfett, werden Sie schon nach wenigen Tagen 3-4 Kilo abgenommen haben. Danach geht es verhaltener weiter, wenn Sie noch Fettreserven als Überschuss haben.

Das Frühstück – zweite Wahl Brot / Ceralien / Müsli

Industriell hergestelltes oder auch von Hand in einer der wenigen Bäckereien gefertigt, – leider alles ungesund und wahrscheinlich auch verantwortlich für eine Vielzahl unserer modernen Zivilisationskrankheiten.

Aber es gibt auch Brot aus glutenfreien Mehlen, das in eigens dafür eingerichteten Mühlen und Bäckereien hergestellt wurde und – man kann supereinfach auch selber Backen:

Brotbacken01